Mittwoch, 13. Februar 2013

Recruitment SEO: So machen Sie Ihre Karriere-Website für Jobsuchmaschinen attraktiv (Teil 1)

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Jobsuchmaschinen haben sich in den letzten Jahren zu einem unverzichtbaren Instrument für erfolgreiches Online-Recruiting gemausert. Damit die Aufnahme der eigenen Stellenangebote von Erfolg gekrönt ist und Job-Crawler ihre Arbeit so reibungslos wie möglich verrichten können, sollten SEO-Maßnahmen auch vor dem Karriere-Bereich der Unternehmens-Homepage nicht Halt machen. Im Folgenden möchten wir Ihnen das nötige Rüstzeug an die Hand geben, um den unternehmenseigenen Stellenmarkt (job-)suchmaschinenfreundlich zu gestalten.

Die Idee, offene Stellen direkt auf der eigenen Unternehmens-Homepage auszuschreiben und diese ohne weiteres Zutun von spezialisierten Suchdiensten (sogenannten Jobsuchmaschinen) indizieren und an passende Kandidaten verbreiten zu lassen, hat sich mittlerweile als feste Säule im Recruiting-Mix etabliert. Unternehmen aller Größenordnungen profitieren von qualifiziertem Bewerber-Traffic, während das Personalmarketing-Budget nicht oder nur gering belastet wird.

Stellensuchende schätzen an Jobsuchmaschinen vor allem die Möglichkeit, schnell und unkompliziert einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stellenmarkt zu erlangen. Nicht zuletzt deshalb, weil auch viele kleine und mittelständische Unternehmen im Suchergebnis berücksichtigt werden, die sonst vielleicht keine Beachtung gefunden hätten. Ein weiterer Vorteil ist die Ausdehnung der Jobsuche auf das sog. "Deep Web" – schwer zugängliche Bereiche des Netzes, vor denen herkömmliche Suchmaschinen meist die Augen verschließen.

Will man als Stellenanbieter eine gute Positionierung der eigenen Jobangebote in den einschlägigen Stellensuchmaschinen erreichen, sind jedoch einige Grundregeln – insbesondere technischer Natur – zu beachten. Mit dem nachfolgenden Recruitment-SEO-Leitfaden möchten wir Sie dabei unterstützen, den Karriere-Bereich Ihrer Website auf mögliche Schwachpunkte abzuklopfen und diese bei Bedarf auszumerzen.

Der Job-Crawler, das unbekannte Wesen


Jobsuchmaschinen bedienen sich im Hintergrund vollautomatisch agierender Webcrawler, um das Internet nach passenden Ressourcen zu durchforsten und diese einer inhaltlichen Analyse zu unterziehen. Anders als "konventionelle" Suchmaschinen, die das Netz in seiner Gesamtheit erfassen möchten, haben Jobsuchmaschinen dabei ausschließlich Stellen-, Ausbildungs- und Praktikumsangebote im Visier. Alle anderen Inhalte werden weitestgehend ausgeblendet. Aufgrund ihrer Vorliebe für eine ganz bestimmte Kategorie von Dokumenten ordnet man die Spezies der Job-Spider gerne den sogenannten "fokussierten Crawlern" zu.

Diese haben bei ihren Touren durchs Web ein vielgestaltiges Aufgabenbündel abzuarbeiten. Es gilt
  • aus dem Wirrwarr an Webangeboten aussichtsreiche Ziel-Domains (Firmen, Personaldienstleister, öffentliche Einrichtungen) herauszufiltern,
  • diese auf einen eventuell vorhandenen Stellenmarkt hin zu untersuchen,
  • alle ausgeschriebenen Stellen als solche zu klassifizieren
  • und schlussendlich die darin enthaltenen Informationen (Job-Titel, Einsatzort, Branche, Aufgaben, Qualifikationen etc.) möglichst korrekt zu extrahieren.

Dass dieser Vorgang aufgrund seiner Komplexität ein gewisses Fehlerpotenzial in sich birgt, sollte nicht verwundern.

Im Sinne einer erfolgreichen Recruitment SEO-Strategie empfiehlt es sich daher, die eigene (Karriere-)Website stets auch aus der Perspektive eines solchen – mehr oder minder intelligenten – Spiders zu betrachten und diesem das Leben so einfach wie möglich zu machen. Im Wesentlichen geht es darum, die Einhaltung folgender Grundvoraussetzungen zu kontrollieren:

  • Werden alle ausgeschriebenen Stellen in einem für Suchmaschinen indizierbaren Format angeboten?
  • Sind die Inhalte sinnvoll gegliedert, hinreichend semantisch annotiert und suchmaschinenfreundlich aufbereitet?
  • Ist die Seite logisch und klar strukturiert und sowohl für Benutzer als auch für Suchmaschinen ohne Klimmzüge zu erschließen?
  • Erfolgt eine regelmäßige Aktualisierung und Pflege der Stellen-Datenbank?

Eine Frage des Formats


Häufig scheitert eine Indizierung der ausgeschriebenen Stellen bereits daran, dass diese für Suchmaschinen-Robots schlicht und einfach nicht lesbar sind.

Der Klassiker: Ursprünglich für den Printbereich erstellte Stellenanzeigen werden von der HR-Abteilung aus Zeitgründen in Bilddateien konvertiert und online gestellt. Die Crawler der Jobsuchmaschinen können damit natürlich herzlich wenig anfangen und lassen die betreffenden Vakanzen links liegen.

Auch an Flash-Animationen und Word-Files beißen sich viele Bots die Zähne aus.

Bieten Sie Ihre Stellenanzeigen daher stets in einem für Suchmaschinen-Crawler leicht "verdaulichen" Format wie (X)HTML oder (notfalls) PDF an und legen Sie Wert auf die Einhaltung der üblichen Standards. Im Falle von (X)HTML leisten Validatoren wertvolle Dienste bei der Prüfung der Code-Qualität.

Achten Sie darauf, dass alle wesentlichen Textelemente Ihrer HTML-Seiten unmittelbar und ohne Griff in die JavaScript-/AJAX-Trickkiste entnommen werden können. Ein weiteres häufig anzutreffendes No-Go sind als JPEGs oder PNGs eingebundene Überschriften, die zwar ästhetisch mächtig Eindruck machen, aber jeden Crawler hilflos zurücklassen.

Auch bei PDF-Dateien sollten Sie z.B. über einen testweisen Export sicherstellen, dass sich der enthaltene Text reibungslos extrahieren lässt. Geschützte PDFs sind genauso tabu wie eingescannte Anzeigenvorlagen oder in Pfade umgewandelte Texte!

Nur nicht den Überblick verlieren


Bieten Sie jede Stellenausschreibung in einer eigenständigen HTML-Unterseite (bzw. PDF-Datei) an, um eine zuverlässige Textanalyse zu ermöglichen. Endlose Textwüsten mit Dutzenden von Stellenangeboten stellen nicht nur Bewerber auf eine harte Geduldsprobe, auch Suchmaschinen haben mitunter arge Probleme, diese korrekt zu interpretieren.

Greifen Sie den Job-Spidern unter die Arme, indem Sie wesentliche Informationen wie Stellentitel, Branche, Einsatzort, Skills oder Kontaktdaten strukturiert aufführen und mit einschlägigen Tags  (z.B. <address></address>) versehen. Eine Kennzeichnung von Überschriften durch <h1>...<h6>-Tags sollte ebenso selbstverständlich sein wie die Verwendung von Hervorhebungen (<strong></strong>, <em></em>), Listen (<ul></ul>, <ol></ol>) und Absätzen (<p></p>).

Servieren Sie den Suchrobotern als besonderes Schmankerl semantisch angereicherte <span>- und <div>-Elemente: Sogenannte Mikroformate stellen eine effektive wie elegante Möglichkeit dar, auf Basis bestehenden HTML-Codes Suchmaschinen die Bedeutung des Seiteninhalts verständlich zu machen, Geodaten zu hinterlegen oder Adressen in ihre Einzelbestandteile aufzudröseln. Bedenken Sie, dass Jobsuchmaschinen den aufgespürten Vakanzen eine Vielzahl von Einzelinformationen entnehmen müssen, weshalb ihnen eine entsprechende Kennzeichnung in besonderem Maße entgegenkommt!

Die Stellenbezeichnung (z.B. "Senior Java Developer m/w, Hamburg") sollte direkt dem Seiten-Titel (<title></title>) zu entnehmen sein. Spendieren Sie Ihren Stellenausschreibungen darüber hinaus sinnvolle Meta-Tags, die eine eindeutige Identifikation der entsprechenden Dokumente erlauben. Als Basisausstattung gelten die Standard-Meta-Tags keywords und description, die einen konkreten Bezug zum jeweiligen Jobangebot haben sollten. Jedes zusätzliche Meta-Element kann, korrekt eingesetzt, eine wertvolle Hilfe für die inhaltliche Bewertung darstellen!

Auch bei PDF-Stellenanzeigen sollten Sie sinnvolle Meta-Informationen hinterlegen und Wert auf einen schnörkellosen, übersichtlichen Seitenaufbau legen. Mehrspaltige Layouts mit zahllosen eingearbeiteten Trennstrichen erschweren den Parsing-Vorgang nur unnötig und bilden eine häufige Fehlerquelle.

Zutritt erlaubt


Eine suchmaschinenfreundliche Website-Navigation ist das A und O im SEO-Geschäft. Übersichtlich, kompakt und ohne technische Hürden muss sie im Handumdrehen Zugang zu allen wesentlichen Inhalten ermöglichen, sonst heißt es leider: Ziel verfehlt!

Möchten Sie eine möglichst vollständige und fehlerfreie Erfassung Ihrer Stellen-Datenbank erzielen, sollten vorbeischauende Job-Crawler diese im Idealfall auf dem Silbertablett serviert bekommen:

  • Richten Sie auf Ihrer Website unbedingt eine zentrale Anlaufstelle für Bewerber ein, wo Sie Ihre Personalmarketing-Aktivitäten bündeln und offene Stellen veröffentlichen. Eine behelfsmäßige Unterbringung in den allgemeinen Unternehmensnews stiftet nur unnötige Verwirrung. Der Karriere-Bereich sollte mit nur wenigen Klicks erreichbar und unbedingt aussagekräftig gekennzeichnet sein (z.B. "Job und Karriere", "Stellenmarkt", "Stellenangebote" o.ä.). Für Job-Crawler, die Ihre Website in der Regel nur bis zu einer gewissen Tiefe abgrasen und vorrangig themenrelevante Links verfolgen, wirkt das wie ein Signallicht.
  • Stellen Sie sicher, dass die Website-Navigation, die Suche in Ihrer Job-Datenbank und die Sichtung der einzelnen Jobangebote auch ohne JavaScript-Unterstützung funktionieren. Für die Mehrzahl der Crawler sind JavaScript und AJAX böhmische Dörfer! 
  • Dasselbe gilt für den Cookie-Support: Verhindern abgeschaltete Cookies eine vernünftige Benutzung Ihrer Stellenbörse, haben Sie im Zusammenspiel mit Webcrawlern ebenfalls nicht die besten Karten.
  • Erlauben Sie Job-Crawlern den Zutritt zum Karriere-Bereich Ihrer Website und eine Indizierung Ihrer offenen Stellen. Überprüfen Sie die Direktiven in Ihrer robots.txt und die Regeln im robots-Meta-Tag der entsprechenden Unterseiten auf mögliche Verbote und beseitigen/lockern Sie diese.
  • Statten Sie Druckansichten Ihrer Dokumente mit folgendem Meta-Tag aus, um eine doppelte Indizierung des gleichen Inhalts zu verhindern:
    <meta name="robots" content="noindex, noarchive, nofollow" />
  • Stellen Sie eine Gesamtübersicht zur Verfügung, in der Sie auf die einzelnen Stellenangebote verlinken. Verwenden Sie bei den Verweisen auf Ihre Jobangebote als Anchor-Texte nach Möglichkeit die jeweiligen Stellentitel.
  • Bieten Sie alternativ eine Auflistung aller offenen Stellen im RSS-, Atom- oder sitemaps.org-Format an.
  • Gestalten Sie Ihre URLs aussagekräftig, so dass sich bereits anhand der Web-Adresse auf den dahinterstehenden Inhalt schließen lässt:
    www.example.org/Stellenmarkt/Job-Java-Developer-mw-Hamburg.html
    ist für Mensch und Maschine auf Anhieb wesentlich einleuchtender als
    www.example.org/index.php?id=197

Konsequent umgesetzt, sollten die vorstehenden Tipps für eine grundlegende Optimierung Ihrer Karriere-Seite sorgen. Im zweiten Teil dieser Serie werden wir noch etwas detaillierter ins Thema "Recruitment SEO" einsteigen und Ihrem Unternehmens-Auftritt den einen oder anderen Feinschliff verpassen.

Von: Manuel Diekmeyer, Jobsuchmaschine yovadis

Dienstag, 12. Februar 2013

Aufnahme ins Web-Adressbuch für Deutschland 2013

Auch 2013 sind wir mit unserer Jobsuchmaschine wieder im Web-Adressbuch für Deutschland vertreten und zählen somit zu den “6.000 wichtigsten deutschen Internet-Adressen”! Das Web-Adressbuch für Deutschland gilt mit seiner redaktionell betreuten Auswahl wichtiger und nützlicher Web-Angebote seit Jahren als “Standardwerk” sowohl für Internet-Einsteiger als auch -Experten.

Willkommen!

Wir freuen uns, Sie auf unserem neuen Recruiting-Blog begrüßen zu dürfen. Ab sofort möchten wir Sie an dieser Stelle in regelmäßigen Abständen über Interessantes und Wissenswertes rund um den Themenbereich Online-Recruiting und Personalmarketing im Web 2.0-Zeitalter informieren und zugleich über Neuerungen im Zusammenhang mit unserer Jobsuchmaschine auf dem Laufenden halten.